Kontakt
Klinik Fränkische Schweiz

Qualitätsmanagement in der Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz gGmbH

Damit die Behandlungsqualität und somit der Rehabilitationserfolg in unserer Klinik sichergestellt werden kann, führen wir ein umfangreiches Qualitätsmanagement durch, welches über die Voraussetzungen des § 20 SGB IX hinausgehen. Unser Qualitätsmanagement beinhaltet zielgerichtete und systematische Verfahren, die die Qualität der Versorgung gewährleistet und kontinuierlich verbessert.

Neben der Behandlungsqualität dient das Qualitätsmanagement einer hohen Kunden- und Mitarbeiterorientierung, sowie einer kontinuierlichen Verbesserung von Prozessabläufen und Ergebnissen.

Wesentliche Schwerpunkte und Inhalt des Qualitätsmanagements in unserer Klinik sind:

Hygienemanagement

Nicht nur die Patientenzufriedenheit, sondern auch die Patientensicherheit ist uns ein großes Anliegen. 
Deswegen hat der Faktor "Hygiene" bei uns eine hohe Priorität. Wir schützen unsere Patienten durch folgende Maßnahmen vor vermeidbaren Infektionen:

Regelung Hygiene:
Sie ist für unsere Klinik und Mitarbeiter verbindlich und basiert auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Sie schreibt unter anderem die Händedesinfektion für Ärzte und Pflegepersonal vor, und zwar vor und nach Kontakt am Patienten.

Dokumentation:
Täglich wird in unserer Klinik dokumentiert, ob Patienten mit einem der wichtigsten Erreger wie z.B. MRSA besiedelt oder infiziert sind. 

Screening:
Patienten mit hohem Risikopotenzial werden bei der Klinikaufnahme auf bestimmte Erreger getestet (z.B. durch Abstriche von Nasen, Rachen, Wunde, Stuhl und Urin).

Hygienepersonal:
Verantwortlich für Umsetzung und Einhaltung der Krankenhaushygiene ist speziell geschultes Personal: Dazu gehören ein Hygieneverantwortlicher, Hygienefachkräfte, ein Krankenhaushygieniker sowie die Hygienebeauftragten der Kliniken.

Hygienekommission:
Die Hygienekommission wird installiert zur Beratung und Unterstützung der Krankenhausleitung. Es finden regelmäßig geplante, sowie bei Bedarf anlassbezogene, Konferenzen statt. Zu den Aufgaben der Hygienekommission gehören:

  • die Patienten im Krankenhaus vor vermeidbaren Infektionen zu schützen
  • frühzeitiges Erkennen und epidemiologische Ermittlung bei Ausbrüchen
  • Beratung bei der Durchführung von Isolationsmaßnahmen
  • Begehungen und Hospitationen aller patientenbezogenen Bereiche auch bei Visiten
  • Fortbildung und Schulung für das gesamte Klinikpersonal
  • Krankenhaushygienische Untersuchungen
  • Umsetzung von Vorgaben und Neuerungen

Medikamentenmanagement

Arzneimitteltherapiesicherheit zu gewähren ist ein Ziel unserer Klinik.
Dazu planen wir Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für die Patientin und den Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern.

  • Durch die Einführung des Elektronisches Medikamentenblattes
  • Durch Schulung unserer Mitarbeiter
  • Als kooperierende externe Partner-Klinik der Apotheke des Universitätsklinikums Erlangen
  • Etablierung eines Schmerzmanagements
  • Umsetzung der S3-Leitlinie „Strategien zur Sicherung rationaler Antibiotika-Anwendung im Krankenhaus“ durch eigenen ABS-Experten (DGI)

Beschwerdemanagement

Wir möchten, dass Sie sich während Ihres Aufenthaltes bei uns rundum wohl fühlen. Deswegen liegt es uns sehr am Herzen, dass Sie uns mitteilen, was Ihnen gefällt und was Ihnen nicht gefällt. Nicht nur die Patientenfragebögen werden dazu genutzt, um herauszufinden, wie Sie Ihren Aufenthalt bei uns erleben, auch ein aktives Beschwerdemanagement ist Teil dieses Prozesses.

Wenn Sie als unser Patient also Ihre Behandlung als unzureichend empfinden sollten oder etwas nicht zu Ihrer Zufriedenheit ist, haben Sie die Möglichkeit, sich an einen unserer Mitarbeiter zu wenden.

Ferner haben Sie die Möglichkeit, ein Formular für Kritik, Lob, Anregung, Fehler auszufüllen und in den vorgesehenen Briefkasten zu werfen. Dies kann anonym oder personenbezogen geschehen.

Es ist uns wichtig, dass noch während Ihres Aufenthaltes nach einer Lösung gesucht werden kann, deshalb scheuen Sie sich nicht, die verschiedenen Möglichkeiten zu nutzen, um uns Ihr Anliegen näher zu bringen.

Fehler- und Risikomanagement

Im Rahmen des Fehler- und Risikomanagements haben die Mitarbeiter in unserer Klinik Möglichkeiten Fehler oder Beinahe-Fehler, die in der Praxis passiert sind sowie Anregung und Kritik zu äußern. Die Erfassung der Fehler und Risiken, sowie die Auswertung und Maßnahmenplanung erfolgt zentral. Die Meldung kann auch anonym erfolgen.

Folgende Meldesysteme stehen unseren Mitarbeitern zur Verfügung:

  • Ein dafür vorgesehenes Dokument auszufüllen und in den Briefkasten zu werfen
  • Telefonisch im Qualitätsmanagement Bescheid zu geben
  • Per mail das Vorkommnis weiter zu geben

Es werden regelmäßig Risikointerviews in den verschiedenen Bereichen durchgeführt. Die Bearbeitung, Einschätzung und Maßnahmenfestlegung erfolgt auf Leitungsebene.

Betriebliches Vorschlagswesen

Bei dem betrieblichen Vorschlagswesen haben die Mitarbeiter nicht nur die Möglichkeit, Fehler oder Beinahe-Fehler zu melden. Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit Ideen, Anregungen und Kritik direkt an das Qualitätsmanagement weiterzuleiten.

Patientenbefragung

Eine optimale Betreuungsqualität unserer Patienten liegt uns sehr am Herzen. Trotz aller Bemühungen werden wir nicht immer Ihren Erwartungen entsprechen können. Damit wir diese Defizite aufdecken und verbessern können, führen wir fortlaufende interne Patientenbefragungen durch.

Nur durch die ehrlichen Antworten unserer Patienten können wir uns verbessern. 
Deswegen haben Sie als Patient die Möglichkeit, am Ende Ihres Aufenthaltes einen Patientenfragebogen anonym auszufüllen. Nur wenn Sie uns sagen, was Ihnen nicht gefallen hat, können wir unsere Leistungen zu Ihrer Zufriedenheit verbessern. Auch ist es wichtig für uns zu erfahren, was unseren Patienten gefallen hat. So wissen wir, in welchen Bereichen wir zu Ihrer Zufriedenheit  arbeiten.

Unsere Patientenfragebögen sind in mehrere Bereiche eingeteilt. Diese gliedern sich wie folgt:

  • Ärztliche Versorgung
  • Pflegerische Versorgung
  • Therapeutische Versorgung
  • Versorgung durch den Sozialdienst
  • Fragen zur Organisation
  • Fragen zur Verpflegung
  • Fragen zur Klinikausstattung
  • Gesamtbeurteilung
  • Fragen zur Entlassung

Externe Rehabilitandenbefragungen durch die Leistungsträger

Es finden jedoch nicht nur interne Patientenbefragungen durch das Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz statt. Auch externe Kostenträger nutzen die Möglichkeit der Patientenbefragung. Dadurch kann auch Ihr Kostenträger sehen, ob es Ihnen bei uns gefallen hat.

Audits

Während eines Zeitraumes von drei Jahre verpflichten wir uns, interne Audits durchzuführen, um zu ermitteln, ob die festgelegten Anforderungen an unser Qualitätsmanagementsystem erfüllt werden und ob die Wirksamkeit des Systems verwirklicht und aufrechterhalten wird.  Interne Audits sind der "Motor" zur kontinuierlichen Verbesserung. Sie dienen als Soll - Ist- Vergleich der qualitätsbezogenen Tätigkeiten und zur Ermittlung der Ergebnisse mit geplanten Vorgaben. Dies können zum Beispiel Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Prozesse oder das Qualitätsmanagementhandbuch sein.

Außerdem wird alle drei Jahre ein externes Audit in Form einer Zertifizierung durchgeführt, sowie jährliche Überwachungsaudits durch eine externe Zertifizierungsgesellschaft.

Ein Audit ist eine systematische und unabhängige Untersuchung mit den Hauptfragen:

  • Sind Vorgaben und Vereinbarungen verwirklicht?
  • Wie sind die Abläufe/Prozesse innerhalb der Einrichtung/Klinik festgelegt?
  • Sind diese Abläufe geeignet die Ziele der Einrichtung/Klinik zu unterstützen?
  • Sind die Anforderungen der zu Grunde liegenden Regelwerke erfüllt?

Zusätzlich dient das Audit zur Identifikation von Potenzial für Verbesserungen.

Qualitätssicherungsverfahren

Bei der Qualitätssicherung geht es darum, Abweichungen zwischen dem, was bei der Patientenversorgung erreicht werden soll und dem, was tatsächlich erreicht worden ist, aufzuzeigen, zu analysieren und ggf. zu beheben.

In der Krankenhauspraxis wird die Qualität der Krankenversorgung grundsätzlich in drei Kategorien aufgeteilt:

  • Ergebnisqualität: Hier zählt der Gesundheitszustand, die Dauer der Behandlung oder die Zufriedenheit des Patienten mit rein. Die Ergebnisqualität gibt Auskunft darüber, ob eine Krankenhausleistung qualitativ gut oder schlecht war.
  • Prozessqualität: Hier zählen alle Aktivitäten/Prozesse dazu, die zwischen dem Arzt, dem Pflegepersonal, der Einrichtung und dem Patienten ablaufen.
  • Strukturqualität: Beschreibt die Behandlungsbedingungen, die die Patienten in einem Krankenhaus vorfinden. Darunter versteht man die Anzahl, Ausbildung und fachliche Qualifikation des Personals, die räumliche Ausstattung und die Ausstattung mit medizinischen Geräten.

Grundlage für alle Maßnahmen die zur Verbesserung der Qualität durchgeführt werden, ist der so genannte PDCA-Zyklus. PDCA steht für: Plan-Do-Check-Act. Die Phasen von der Planung der Maßnahmen über die Durchführung bis zur Prüfung des Erfolges werden als Kreislauf angesehen. Im Detail geht man bei dem PDCA-Zyklus wie folgt vor:

  • 1. Ziele werden geplant (plan):
    Es muss geplant werden, wer an der Umsetzung der Maßnahme beteiligt sein soll, was das Ziel sein soll und wie lange die Umsetzung dauern soll.
  • 2. Durchführung der Planung (do):
    Die geplanten Maßnahmen werden durchgeführt.
  • 3. Prüfung des Erfolges (check):
    Der Erfolg der Maßnahme wird geprüft. Es wird gemessen, ob das gesetzte Ziel erreicht worden ist.
  • 4. Nachbessern (act):
    Schwachstellen die in Punkt 3 aufgetreten sind, sollen behoben werden, in dem durch weitere Maßnahmen eingegriffen wird.

Externe Qualitätssicherung

Externe Qualitätssicherung

Durch die gesetzlichen Anforderungen wurde seit dem Jahr 2000 ein einrichtungsübergreifendes und vergleichendes Qualitätssicherungsverfahren für Einrichtungen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation entwickelt und implementiert.
Die geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen sind damit seit 2012 in das QS-Reha®-Verfahren mit einbezogen. Für die Messung der Strukturqualität gibt es seit 2012 wissenschaftlich entwickelte Instrumente und Verfahren, die hier eingesetzt werden. Vervollständigt wird das QS-Reha-Verfahren in geriatrischen Reha-Einrichtungen nun durch das Projekt zur Entwicklung auch der Instrumente für die Prozess- und Ergebnisqualität sowie die Patientenzufriedenheit.

Das Qualitätssiegel Geriatrie

Gesetzlich ist die Klinik verpflichtet, an einem Zertifizierungsverfahren teilzunehmen, welches von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkannt ist.

Das Gütesiegel nach dem die Klinikum Forchheim –Fränkische Schweiz gGmbH (Standort Ebermannstadt) bereits seit 2012 zertifiziert ist, ist seit Jahren eine Ergänzung zur Zertifizierung nach der DIN EN ISO 9001.  

Wesentliche Kernpunkte der Zertifizierung sind u.a.:

  • Die Teilnahme an externen Qualitätssicherungsverfahren, die einen Vergleich mit der Qualität anderer Einrichtungen erlauben und die Einleitung entsprechender Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Qualität
  • Klar geregelte Aufnahme- und Entlassungsprozesse zur Sicherung der Patientenaufnahme und der Nachsorgeeinleitung
  • Die Berücksichtigung nicht nur körperlicher Erkrankungen in den medizinischen Konzepten, sondern eine ganzheitliche Ausrichtung mit Berücksichtigung der Alltagsaktivitäten.
  • Ein strukturierter Umgang mit Beschwerden, verbunden mit einer entsprechenden Aufarbeitung und der Einleitung von Maßnahmen zur Behebung der ursächlichen Probleme
  • Die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der medizinischen und therapeutischen Konzepte, aber auch in Bezug auf die Anforderungen in der Zusammenarbeit mit Kostenträgern, Mitarbeitern und anderen Geschäfts- und Interessenspartnern.

Anhand dieses Gütesiegels können Sie erkennen, dass in unserer Rehaklinik festgelegte Standards erfüllt werden. So können Sie auf die Qualität des Rehabilitationsangebotes vertrauen.